Der Ort erwies sich als eine an den Hängen eines Tals gelegene Kleinstadt mit mindestens zwei Brücken über jenes Tal: über eine relativ neue Brücke waren sie bei ihrer Ankunft gefahren, eine ältere sahen sie dann später, als sie durch das Zentrum schlenderten. An dessen Rand fanden sie einen Parkplatz und flanierten los, sich am Kirchturm orientierend. Überall an den Hauswänden und in den Schaufenstern hingen noch nicht entfernte Plakate, auf denen die hiesigen fiestas de moros y cristianos, die vor einer Woche stattgefunden hatten, angekündigt worden waren. Die Hauptkirche, deren Turm sie geleitet, war die Iglesia arciprestal de Santa María und man ging auch durch die Straße der sieben Schmerzen Mariens, und Hans Köberlin dachte, daß dies gut in die Telos-Siebeneraufzählung gepaßt hätte. Das Herz der Mutter Gottes, von sieben Schwertern durchbohrt … In seinem Fundus befand sich der Abdruck einer Photographie, die aufgenommen, als Theda Bara einmal als die Mutter Gottes posiert hatte, wir werden diese wegen der dadurch hergestellten Trias Kleopatra, die Jungfrau Maria und Salome doch etwas frivole Inszenierung auf der folgenden Seite wiedergeben.
(¡Hans Koberlin vive! oder Schreiben als Ausziehtanz. Versuch einer Langzeitdokumentation vom 2. Oktober 2013 bis zum 21. August 2014, nebst einem Prolog, anhebend bei der Schöpfung der Welt, und einem Epilog, fortdauernd bis zu deren Ende, Calpe, Berlin, Heide und wieder Berlin 2013ff., Dritter Teil. Vom 28. April bis 21. August 2014, XVII [Siebente Phase – darin: Besuch von Freunden] Vom 28. April bis zum 15. Mai 2014).

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