Aufbruch zur Metro, dann raus bis Mergellina, dort an der Küste entlang weiter bis zu den Anfängen von Posillipo. Die Strände sind privat und nicht zugänglich, bis auf einen schmalen Streifen, der über eine Treppe erreichbar ist. Dort nochmals schwimmen, mehrmals, nun der endgültige Abschied vom Meer in dieser Saison. Anschließend auf ein Getränk in eine Bar und zurück zur Unterkunft.
Herbert Neidhöfer, homme de lettres
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Freitag, 18. September 2026
Donnerstag, 17. September 2026
Museo e Real Bosco di Capodimonte
Die bereits bekannte Fahrt zum Museo e Real Bosco di Capodimonte. Begannen im zweiten Stock mit der mittelalterlichen Kunst und Werken aus der Renaissance, dann im ersten Stock en passant Porzellan und weitere Renaissance-Gemälde bis welchen aus dem Barock. Es gab noch eine meditierende Maria Magdalena von Jusepe de Ribera und eine himmelfahrende von Sebastiano Ricci, dann noch eine von Tizian, bei der später herauskam, daß es die von vor zwei Jahren war, die bloß umgehängt wurde und nun neben einer Venus hing, außerdem waren vor zwei Jahren die Säle noch nicht verdunkelt gewesen. Das Museum war angenehm leer. Dann noch ein paar Stadtaussichten von oben und mit dem Bus zurück bis zur Via Toledo. Unterwegs noch ein Eis.
Mittwoch, 16. September 2026
spiaggia Mappatella
Über neue Wege zu der Metrostation Chiaia, die spektakulär gestaltet war. Von dort zwei Stationen bis zu dem Strand an der Golfpromenade, an der für irgendeine Veranstaltung Bühnen aufgebaut wurden, was an den Schluß von Otto e mezzo erinnerte. Es gab zwei Strände, beide nicht zu voll und ruhig. Dann schwimmen, Leute anschauen und herumdaddeln. Viermal im Wasser, diesmal wohl wirklich der Abschied vom Meer für diese Saison. Das Waaser ist in den zurückliegenden zweieinhalb Wochen etwas abgekühlt. Dann mit der Metro zurück bis zur Endstation, die woanders lag, als vermutet, und in einer Bar etwas getrunken.
Dienstag, 15. September 2026
l’Orto Botanico di Napoli
Der öffentliche Nahverkehr streikt, die Metro ist verschlossen, bekommen dann aber doch noch noch einen Bus bis zum Orto Botanico, der tatsächlich geöffnet hat, trotz der offensichtlichen Unlust des Personals. Flanieren, von Mücken attackiert, eine gute Stunde.
Montag, 14. September 2026
Vico della Tofa, 21, secondo piano
Stelle das mitgenommene Exemplar des zweiten Bandes der Trilogie unter die Bände der vorhandenen, rein italienischsprachigen Bibliothek, die einen leicht akademischen Eindruck macht. Die ganze Wohnung vermittelt den Eindruck, als habe dort ein älterer Junggeselle gewohnt. Sichte die Bände oberflächlich, nichts explizit Erotisches dabei.
Sonntag, 13. September 2026
Gammeltag
An den Strand, zweimal schwimmen, vielleicht der Abschied vom Meer in diesem Jahr. In die Bar von gestern abend, dann zur Unterkunft.
Samstag, 12. September 2026
Ercolano [Hochzeitstag]
Ercolano wurde wegen der anderen geographischen Lage anders zerstört als Pompeii, nicht so spektakulär, es war auch eine kleinere Stadt gewesen. Laufen viel herum.
Freitag, 11. September 2026
Sorento
Eis essen, Besuch einer der beiden Goya-Ausstellungen ‒ nicht die mit den Desastres de la Guerra ‒, Besuch der Kathedrale und Imbiß mit diversen Fischen. Dann dort einkaufen und zum Bahnhof.
Donnerstag, 10. September 2026
castello e spiaggia
Über den steilen Treppenweg voller Mücken hoch zum Castello, das aber geschlossen hatte. Wieder zurück zur Unterkunft und eine kleine Rast.Auf zum Strand, schwimmen in dem angenehmen weichen und warmen Wasser. Am Strand in einen äußerst angenehmen tiefen Schlaf gefallen, während der Himmel sich langsam zugezogen hat. Dann nochmals schwimmen und auf einen Wein in die übliche Bar.
Mittwoch, 9. September 2026
Dienstag, 8. September 2026
Monte Faito
Dann gemütlich zurück zu der Station, wo der Bus abfahren soll. Spektakulärer Sonnenuntergang, dann ist es gegen acht Uhr schlagartig dunkel. Etwas abenteuerliches Warten in der Dunkelheit, ob der Bus tatsächlich kommt, er kommt und fährt mit uns als einzigen Passagieren in der Nacht auf einer anderen Route enge Serpentinenstraße herunter.
Montag, 7. September 2026
Sonntag, 6. September 2026
Castallammare di Stabia
Nochmals auf zum Zentrum, mit einem Auto- und Motorrollerstau in die gleiche Richtung. Kinderrummel und Straßenhändler, entlang der Promenade bis auf Bahnhofshöhe, dort in die Bar von vor zwei Jahren. Jeder zwei Wein und dann zurück, den steilen Weg hoch und unter der Bahn durch zur Unterkunft.
Samstag, 5. September 2026
i giardini la Mortella
Zu den giardini la Mortella. Es ist wieder sehr angenehm dort. Der Erbauer … man of good fortune, auch was seine Frau betraf. Dann mit dem Bus zurück.
Freitag, 4. September 2026
Schnorcheln
Frühstücken und dann Aufbruch, wie neulich zur Burg. Unterwegs in einem Fotoladen Erwerb einer Unterwasserkamera. Eine Stunde zu früh, noch in eine Bar.
Donnerstag, 3. September 2026
Forio
Nach Forio, ein überfüllter Bus, wie früher. Dort über bekannte Wege flanieren, bis zu dem Platz mit der Kirche, dann in eine Bar mit Restaurantbetrieb.
Mittwoch, 2. September 2026
Gammeltag
»›It’s not my business to explain what I mean‹, said Jason. ›It’s my business to write.‹« (John Cowper Powys, Wolf Solent, London 1961, S. 363). Auf zum Strand, dort mit Sonnenschirm und Liegen. Dreimal geschwommen, im Merkur gelesen und gedöst.
Dienstag, 1. September 2026
il Castello Aragonese
Der erste offizielle Tag nach dem Angestellten-Erwerbsleben. Habe geträumt, bekomme die Inhalte aber nicht mehr zusammen. Vor sieben Uhr wachgeworden und aufgestanden. »I’ve learnt that one can’t always get help by sinking into one’s own soul. It’s sometimes nec-essary to escape from oneself altogether.« (John Cowper Powys, Wolf Solent, London 1961, S. 354). Aufbruch zur Burg, anfangs auf neuen Wegen oberhalb, dann vertrautes Terrain. Oben schlendern und schauen, manche Orte waren vor zwei Jahren noch nicht zugänglich. Abschließend in das Café und den Shop.

















