Freitag, 19. Juni 2026

Elf Zentimeter

Wir sollten aber über das Erscheinen des dritten Teilbandes allein für ein privates Publikum nicht so ein Aufsehen machen, wie wir es vorheriges Mal bei den ersten beiden Bänden gemacht, man hat sich daran gewöhnt, wir selber haben uns bereits ausgiebig an dem gebundenen Probedruck erfreut, der nun seit gut einer Woche, wieder kokett mit der Nummer 0 / 20 versehen, neben den beiden ersten Bänden steht, ganz profan erfreut, denn – »das kolossale Format entschuldigt alles«* – die drei Bände zusammen beanspruchen rund elf Zentimeter des Bücherregals für sich und wir würden lügen, wenn wir leugneten …
   »Anything over a mouthful is wasted!«**
   … wenn wir also leugneten, daß allein schon der Anblick dieser elf Zentimeter einnehmenden drei Buchrücken uns Materialisten oder Restmaterialisten oder Buchrückenfetischisten ‒ man denke an Zettels Traum! ‒ mit Freude und auch mit ein wenig Stolz erfüllt hat, »kein Glück ohne Fetischismus«, wie oft bereits haben wir dieses Adorno-Wort zitiert beziehungsweise die Zitationen von Clemens Limbularius und auch von Hans Köberlins desselben Bonmots dokumentiert …


* Bertolt Brecht, Schriften zum Theater 1; in: Gesammelte Werke, hrsg. vom Suhrkamp Verlag in Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann, Frankfurt am Main 1967, Bd. 15, S. 55).
** Frank Zappa, Penis Dimension; auf: 200 Motels (1971).

(¡Hans Koberlin vive! oder Schreiben als Ausziehtanz. Versuch einer Langzeitdokumentation vom 2. Oktober 2013 bis zum 21. August 2014, nebst einem Prolog, anhebend bei der Schöpfung der Welt, und einem Epilog, fortdauernd bis zu deren Ende, Calpe, Berlin, Heide und wieder Berlin 2013ff., Dritter Teil. Vom 28. April 2014 bis zum 21. August 2014, XVII [Phase 7 – darin: Besuch von Freunden] Vom 28. April bis zum 15. Mai 2014).

Der dritte Aushänger: »Dies ist ein unverkäuflicher Privatdruck. Ihr Exemplar hat die Nummer 0 / 20.«




Den ersten Aushänger finden Sie hier und den zweiten Aushänger finden Sie hier.

Sonntag, 10. Mai 2026

Fünf Jahre

20. Februar 2021
9. Mai 2026

Sonntag, 26. April 2026

Empirie, 43. Update

¡Hans Koberlin vive! in Daten (der Stand von heute):
  • Stand des Manuskripts:
    • Seiten: S. 2.336 von ca. 2.700 Seiten
    • Fußnoten: 5.831
  • Stand der Bearbeitung:
    • Seiten: S. 2119 von ca. 2.700 Seiten
    • Fußnoten: 5.174
    • Dritter Teil. Vom 28. April bis 21. August 2014
      Kapitel: XVII [Phase 7 – darin: Besuch von Freunden] von XXIV Kapiteln nebst einem Anhang
    • Tag der Bearbeitung: Montag, der 28. April 2014, der 209. von 324 konkreten und von allen möglichen Tagen
  • Der Beginn der Handlung ist mit Analepsen der Sonntag, der 23. Oktober 4004 vor unserer Zeitrechnung, 9 Uhr vormittags,* ohne Analepsen der Herbst 2012.
  • Das Ende der Handlung fällt mit den Prolepsen mit dem Ende der (oder bloß einer?) Welt zusammen,** ohne Prolepsen mit dem Frühjahr 2016.
  • Beginn der Niederschrift: Mittwoch, den 2. Oktober 2013
  • Ende der Niederschrift: noch nicht abzusehen.
Der erste Teilband liegt als unverkäuflicher Privatdruck in einer limitierten Auflage von zwanzig Exemplaren vor.
Auch der erste Teil des zweiten Teilbandes ist mittlerweile als unverkäuflicher Privatdruck in einer limitierten Auflage von zwanzig Exemplaren erscheinen..
Und der zweite Teil des zweiten Teilbandes wird voraussichtlich noch in diesem Jahr als unverkäuflicher Privatdruck in einer limitierten Auflage von zwanzig Exemplaren erscheinen.
  • Stand der Überarbeitung:
    • Seite: S. 2118
    • Fußnoten: 5.167
    • Der Beginn des dritten Teils


* (= die Fußnote 5 auf S. 7) »Non in tempore sed cum tempore Deus creavit caela et terram.« (Augustinus).
Nun: »In der Schiffsbibel von Charles Darwin auf der ›Beagle‹, mit der er von 1831 bis 1836 die Welt bereiste, stand das Datum der Weltschöpfung eingetragen: 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, 9 Uhr vormittags.« (Hans Blumenberg, Die Sorge geht über den Fluß, Frankfurt am Main 1987, S. 47). Das war ein Sonntag, am folgenden Freitag war er, der Schöpfer, fertig, und auch das jüngste Gericht soll nach christlichen Vorstellungen auf einen Freitag fallen, ein Datum haben wir gerade nicht zur Hand.
»Soldats, quarante siècles vous regardent!«
»L’ouvrage que j’ai entrepris aura la longueur d’une histoire«, hatte Balzac stolz in seinen Avant-Propos de La Comédie humaine postuliert.
** (= eine Anmerkung aus der fünften Nachlese) »Die Welt des Dichters ist nicht die einzige Welt. Es gibt mehrere Dichter.« (Bertolt Brecht, Schriften zum Theater 1; in: Gesammelte Werke, hrsg. vom Suhrkamp Verlag in Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann, Frankfurt am Main 1967, Bd. 15, S. 393).

Wird aktualisiert!

Mittwoch, 4. Februar 2026

Christa Lang (23. Dezember 1943 – 30. Januar 2026)

Apropos beeindruckende Frauen: während unserer Arbeit an diesem Kapitel erfuhren wir am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, daß am Freitag, dem 30. Januar 2026, in der Stadt der Engel im Alter von 82 Jahren Christa Lang, verheiratete Fuller, verstorben war, man erinnere sich: die Séductrice in Alphaville (1964, siehe oben S. 322ff.) und die Paula in Chabrols Le scandale (1967; siehe oben die dreizehnte Nachlese auf S. 1529) und die fatale Christa in Tote Tauben in der Beethovenstraße (1972, siehe vom Verf. Telos, a. a. O., S. 65ff.). Wir möchten Christa Lang hier mit einem Filmstill aus Alphaville gedenken, der sie mit Akim Tamiroff zeigte und den wir ursprünglich auf S. 67 in Telos hatten wiedergeben wollen (siehe ebd., S. 378) …

(¡Hans Koberlin vive! oder Schreiben als Ausziehtanz. Versuch einer Langzeitdokumentation vom 2. Oktober 2013 bis zum 21. August 2014, nebst einem Prolog, anhebend bei der Schöpfung der Welt, und einem Epilog, fortdauernd bis zu deren Ende, Calpe, Berlin und Heide 2013ff., Zweiter Teil. Vom 20. Dezember 2013 bis zum 27. April 2014, XVI [Der dritte Besuch der Frau (II): In der Hauptstadt der autonomen Region] Vom 22. bis zum 27. April 2014).