Donnerstag, 28. Mai 2020

»Very necessary qualification« for a good Persian story-teller

In addition to having read all the known books on love and heroism, the teller of stories must have suffered greatly for love, have lost his beloved, drunk much good wine, wept with many in their sorrow, have looked often upon death and have learned much about birds and beasts. He must also be able to change himself into a beggar or a caliph in the twinkling of an eye.

(zit. nach: Elias Canetti, Das Buch gegen den Tod, Frankfurt am Main 2015, S. 22).

Der leere Wintergarten

»Saint Glinglin« (Raymond Queneau)

»Estrella distante« (Roberto Bolaño)

Mittwoch, 27. Mai 2020

Montag, 25. Mai 2020

In die Welt kommen

Nicht was in meinem Kopf ist, sondern was mein Kopf, jeweils mit Pausen, notiert hat, ist das, WAS ICH DENKE.

(Alexander Kluge, Das EINFACHE ICH. »Absolute Einheit der Apperzeption«; in: Kongs große Stunde. Chronik des Zusammenhangs, Berlin 2015, Kapitel 10/1: Schwester Vernunft, S. 455).

Mittwoch, 6. Mai 2020

»Lebenssilben«

… Man muß ältere, uns unbekannte Stämme dieser gierigen LEBENSSILBEN voraussetzen. Wieso Silben? Weil sie keine ganzen Wörter bilden. Sie sind Splitter oder Spuren, keine Tiere oder Personen. Die Virologin sprach mit Hochachtung von dieser GEGENZIVILISATION.

(Alexander Kluge, In der Tonart meiner Zubettgeh-Geschichten; in: Kongs große Stunde. Chronik des Zusammenhangs, Berlin 2015, Kapitel 6: Falten auf Kongs Nase, unverwechselbar wie Fingerabdrücke, S. 199).

Dienstag, 5. Mai 2020

Montag, 13. April 2020

Mittwoch, 8. April 2020

Worauf es auch ankommt

Der Spieler braucht nicht in Illusion versetzt zu werden, daß er sich in der richtigen Welt befinde, aber es muß ihm bestätigt werden, daß er sich in einem richtigen Theater befindet.

(Bertolt Brecht, Schriften zum Theater I; in: Gesammelte Werke, hrsg. vom Suhrkamp Verlag in Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann, Frankfurt am Main 1967, Bd. 15, S. 446).

Dienstag, 7. April 2020

Auch er!

Mir vergeht das Lachen schon, wenn ich ans Telephon nur denke.

(Franz Kafka am Donnerstag, dem 14. November 1912, an Felice Bauer; siehe Franz Kafka, Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit, hrsg. von Erich Heller und Jürgen Born, Frankfurt am Main 1976, S. 91f.).