Samstag, 3. Dezember 2016

Fenster #63

Borges über Swedenborg

Danach gelangt er zu der Idee, daß die ganze Welt auf Entsprechungen beruhe. Die Schöpfung ist eine geheime Aufzeichnung, eine Kryptographie, die wir auszulegen haben. Alle Dinge sind in Wahrheit Wörter, außer jenen, die wir nicht begreifen können und deshalb wörtlich nehmen müssen.

(Jorge Luis Borges, Werke in 20 Bänden, hrsg. von Gisbert Haefs und Fritz Arnold, Frankfurt am Main 1991ff., Bd. 16: Die letzte Reise des Odysseus, S. 46).

Seite 26 (Ausschnitt)

Sonntag, 27. November 2016

Sonntag, 13. November 2016

Empirie 7. Update

¡Hans Koberlin vive! in Daten (der Stand von heute):

  • Stand des Manuskripts:
    • Seiten: S. 1026 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 2992*
  • Stand der Überarbeitung:
    • Seiten: S. 839 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 2402
    • Kapitel: XII (= Phase V – oder: Un gringo en Calpe) von XXIV Kapiteln nebst einem Anhang
    • Tag der Überarbeitung: Samstag, der 22. Februar 2014, der 144. von 324 konkreten und von allen möglichen Tagen
  • Beginn der Handlung: 23. Oktober 4004 vor unserer Zeitrechnung, 9 Uhr vormittags**
  • Ende der Handlung: fällt mit dem Ende der (oder bloß einer?) Welt zusammen
  • Beginn der Niederschrift: Mittwoch, den 2. Oktober 2013
  • Ende der Niederschrift: noch nicht abzusehen

* Beim sechsten Update hat sich in der Fußnotenanzahlberechnung ein Fehler eingeschlichen.
** (= die momentane Fußnote 338 auf S. 70) Wir haben für unseren Prolog den Zeitraum von Anbeginn der Schöpfung bis zum Dienstag, dem 1. Oktober 2013 veranschlagt. – Nun: »In der Schiffsbibel von Charles Darwin auf der ›Beagle‹, mit der er von 1831 bis 1836 die Welt bereiste, stand das Datum der Weltschöpfung eingetragen: 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, 9 Uhr vormittags.« (Hans Blumenberg, Die Sorge geht über den Fluß, Frankfurt am Main 1987, S. 47).

Wird aktualisiert!

Samstag, 12. November 2016

Prognose vom 25. September 1945

der ›westblock‹ wird pseudoprogressiv.

(Bertolt Brecht, Arbeitsjournal. 2 Supplementbände zu den gesammelten Werken, Frankfurt am Main 1974, S. 471).

Dienstag, 1. November 2016

Das kommt einem bekannt vor

Théodore de Bèze prit le pan de la robe de Calvin et la baisa : — Ô mon maître, dit-il, vous êtes grand !
— Je me meurs malheureusement, cher Théodore. Si je mourais sans te revoir, dit-il à voix basse et dans l’oreille de son ministre des affaires étrangères, songe à faire frapper un grand coup par un de nos martyrs !…
— Encore un Minard à tuer ?
— Mieux qu’un robin.
— Un roi ?
— Encore plus ! un homme qui veut l’être.
— Le duc de Guise ! s’écria Théodore en laissant échapper un geste.

(Honoré de Balzac, Le Martyr calviniste; Sur Catherine de Médicis, 1855).

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Dienstag, 18. Oktober 2016

Montag, 17. Oktober 2016

Samstag, 15. Oktober 2016

Montag, 10. Oktober 2016

An alle, die bei Aufnahmeprüfungen entscheiden

Zu Beginn des Krieges, als ich [Canetti] ihn [Kokoschka] (…) wiedersah, war ich noch keine halbe Stunde bei ihm, als er mit einer Schuld herausrückte, die ungeheuerlich war. Er selber war am Krieg schuld, nämlich daran, daß Hitler, der eigentlich Maler werden wollte, Politiker wurde. Beide, Oskar Kokoschka und Hitler, bewarben sich um das gleiche Stipendium bei der Wiener Akademie. Kokoschka wurde angenommen, Hitler abgewiesen. Wäre Hitler anstelle von Kokoschka aufgenommen worden, er wäre nie in die Politik geraten, es gäbe keine Nationalsozialistische Partei, kein Krieg wäre ausgebrochen. Kokoschka trug also die Schuld am Krieg. Er sagte das beinahe beschwörend …

(Elias Canetti, Party im Blitz. Die englischen Jahre, Frankfurt am Main 2005, S. 168).

Dienstag, 4. Oktober 2016

Donnerstag, 15. September 2016

Vous devez fermer les écoutilles!

Il y a des moments, où la vie est contre vous, ainsi que le déchaînement dʼune grosse mer. Dans ces moments il n'y a pas à vouloir lutter, il faut imiter les petits bâtiments qui ploient leurs voiles, ferment leurs écoutilles, et se laissent battre comme une épave, comme une planche sombrée.

(Aus dem Journal der Gebrüder de Goncourt, Eintrag vom Donnerstag, dem 2. Juli 1885; in der Ausgabe von 1894 von Edmond de Goncourt irrtümlich auf den Freitag, den 3. Juli 1885 datiert).

Dienstag, 13. September 2016

Samstag, 3. September 2016

Dienstag, 30. August 2016

Wirklichkeit

… wie hätte ich nicht fühlen sollen, daß ich eben hier, wo es um etwas Erfundenes ging, der ›Wirklichkeit‹ nahe war?

(Elias Canetti, Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend, Frankfurt am Main 1979, S. 288).

Freitag, 26. August 2016

Notwendigkeit

Und jetzt nehme ich etwas Weiß, ein ganz klein wenig Weiß. Ja, ich nehme Weiß, weil es hier nicht anders geht, ich muß eben Weiß nehmen.

(Elias Canetti, Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend, Frankfurt am Main 1979, S. 214).

Montag, 22. August 2016

Ein bekannter Zustand

Des sommeils, où l’endormement a quelque chose d’une défaillance.

(Aus dem Journal der Gebrüder de Goncourt, Eintrag vom 28. Januar 1884).

Empirie 6. Update

¡Hans Koberlin vive! in Daten (der Stand von heute):

  • Stand des Manuskripts:
    • Seiten: S. 1006 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 2997
  • Stand der Überarbeitung:
    • Seiten: S. 827 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 2341
    • Kapitel: XII (= Phase V – oder: Un gringo en Calpe) von XXIV Kapiteln nebst einem Anhang
    • Tag der Überarbeitung: Samstag, der 22. Februar 2014, der 144. von 324 konkreten und von allen möglichen Tagen
  • Beginn der Handlung: 23. Oktober 4004 vor unserer Zeitrechnung, 9 Uhr vormittags*
  • Ende der Handlung: fällt mit dem Ende der (oder bloß einer?) Welt zusammen
  • Beginn der Niederschrift: Mittwoch, den 2. Oktober 2013
  • Ende der Niederschrift: noch nicht abzusehen

* (= die momentane Fußnote 330 auf S. 68) Wir haben für unseren Prolog den Zeitraum von Anbeginn der Schöpfung bis zum Dienstag, dem 1. Oktober 2013 veranschlagt. – Nun: »In der Schiffsbibel von Charles Darwin auf der ›Beagle‹, mit der er von 1831 bis 1836 die Welt bereiste, stand das Datum der Weltschöpfung eingetragen: 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, 9 Uhr vormittags.« (Hans Blumenberg, Die Sorge geht über den Fluß, Frankfurt am Main 1987, S. 47).

Wird aktualisiert!

Freitag, den 22. August 2014


[– / ∞]
Was bei Hans Köberlin jetzt anstand, das war die systeminterne Verarbeitung der Tatsache, daß er nicht mehr länger in freier Beliebigkeit, sondern in einer gesellschaftlichen Umwelt (im engeren Sinne) für die eigene Autopoiesis zu sorgen hatte.*


* Niklas Luhmann, Das Kunstwerk und die Selbstreproduktion der Kunst; in: Schriften zu Kunst und Literatur, hrsg. von Niels Werber, Frankfurt am Main 2008, S. 171.

(aus: ¡Hans Koberlin vive!, Kapitel XXIV [Epilog], Vom 22. August 2014 bis zum Ende der Welt).