Mittwoch, 17. Oktober 2018

Sonntag, 14. Oktober 2018

Rummelsburg (Ost)

»Stars and Stripes«

Walpodenakademie Mainz, Samstag, den 13. Oktober 2018

Zwei Vehikel der Annäherung

KÖNIG MIDAS

In einer der Sagen um den phrygischen König Midas gewährte Dionysos (unser Favorit unter den Göttern) dem Monarchen den Wunsch, daß alles, was er anfaßte, zu Gold werde. In Anlehnung daran könnte man sagen: Ralf Thorn wird alles, was er anfaßt, zur Zeichnung, der Zeichnung als dem Medium, dem die Objekte, Collagen und Installationen und die Gemälde und die Drucke sowieso zugrunde liegen. Auf die Zeichnung geht all sein Schaffen zurück. Zeichnungen sind immer die Grundlage, die Welt ist für Ralf Thorn ein etwas zu Zeichnendes, wobei hier Welt seine Umwelt meint, inklusive der Bilder, die diese Umwelt bereits fertig als solche ihm zuführt, wie etwa die Vorlagen zu seinen Serien nach Postkarten und Photographien. Ralf Thorn frönt dabei einem ästhetischen Pantheismus: alles kann Objekt seiner Zeichnungen werden. – Gerade dieser Aspekt des Anstoßes von außen, der gefundenen oder zugetragenen Motive, ist nicht zu unterschätzen, und er führt zu der zweiten Annäherung.

DIE ANTHROPOLOGISCHE UNTERSCHEIDUNG

Die anthropologische Unterscheidung, das zweite Vehikel zur Annäherung an das Schaffen Ralf Thorns, stammt von Lévy-Strauss. Jener unterschied die Menschen bezüglich ihrer Art der Weltaneignung bekanntlich in zwei Typen, nämlich in Ingenieure und in Bricolateure.

Der Ingenieur

Der Ingenieur ist der Typus des Spezialisten, der eine feste Vorstellung oder Idee von der Welt und von seinem Werk hat und der sich anschickt, die Welt nach dieser Vorstellung oder Idee umzugestalten. Er pfropft ihr sein Werk auf und er hat ein Ziel und einen Königsweg, der zu diesem Ziel führt. Den Urbanisten Georges-Eugène Haussmann, der in das Paris des zweiten Kaiserreichs die Breschen seiner Boulevards schlug, könnte man als ein Beispiel nennen, oder Lenin, der aus Mütterchen Rußland den Sowjetstaat schuf, oder, im Bereich der Kunst, die Maler, die in der Renaissance der Welt zeigten, wie die Menschen sie sehen sollten.

Der Bricolateur

Diesem Typus entgegen stellt Lévy-Strauss den Bricolateur. Der tut der Welt keine Gewalt an, er ist kein Spezialist und orientiert sich nicht nach einer Idee oder einem Plan, sondern an den heterogenen Dingen, die er mehr oder weniger zufällig vorfindet oder die sich in seinem Fundus befinden, weil er, als die Dinge in seine Hände gelangten, gedacht hatte, daß man sie bestimmt irgendwann noch einmal gebrauchen könnte.

Ralf Thorn ist ein Bricolateur, er ist es bezüglich des Materials – alte Kladden, Hefte, Bierdeckel … – und (und dies vor allem), er ist es, wie bereits angedeutet, bezüglich der Motive und natürlich auch bezüglich der Titel der Zeichnungen, die allsonntäglich dem immerwährenden Heilgenkalender entnommen werden. Sich den adäquaten Anstoß von außen zu eigen zu machen, das ist die angemessene Kunst unserer Zeit, wie auch Gérard Genette fand, als er in seinem Buch über Palimpseste schrieb,

»daß die Kunst, ›aus Altem Neues zu machen‹, den Vorteil hat, daß sie Produkte hervorbringt, die komplexer und reizvoller sind als die ›eigens angefertigten‹ Produkte: eine neue Funktion legt sich über eine alte Struktur und verschränkt sich mit ihr, und die Dissonanz zwischen diesen beiden gleichzeitig vorhandenen Elementen verleiht dem Ganzen seinen Reiz.«

Überflüssig zu erwähnen, daß mit dem permanenten Schaffen Ralf Thorns eine permanente Perfektionierung der Technik und der der Methode einhergeht. Und alles was es an Techniken und Stilen gibt – ich kann sie als Laie die nicht alle nennen – wird experimentell auf die Möglichkeit der produktiven Aneignung angegangen.

Wimmelbilder

In der Zeit der Anfänge zog bei Ralf Thorns Zeichnungen ein Strich den anderen nach sich, er setzte an und es ward Gesicht und Gestalt, ward Kreatur und Ornament, ward Flora und Fauna, oder in den Worten des Künstlers: »Wimmelbilder, handlungsfreie Storyboards, oder auch tagebuchartige Skizzen«, wie man sie auf den Streifen sieht, man könnte dabei in Anlehnung an Kleist von dem allmählichen verfertigen der Zeichnung beim Zeichnen sprechen. Es war eine eher introspektive Kunst, deren Ergebnis der spontanen Eingebung geschuldet war, oder manchmal auch dem Material: ein Knick oder ein Fleck auf dem Papier wurden zu strukturierenden Aspekten, wie etwa bei John Cage, der seine Kompositionen nach Einschlüssen im Papier schuf.


DREI MUSIKER

Neben dem eben erwähnten Namen John Cage könnte man noch zwei weitere Namen nennen, nämlich Kevin Coyne und Fred Frith. Kevin Coyne, der über eine ähnliche Doppelbegabung als Musiker und Zeichner verfügte, kann man wohl in beiden Bereichen als ein Lehrer oder Vorbild Ralf Thorns bezeichnen. Fred Frith steht für die Improvisation und die Methode der Bricolateure, die der Ralf Thorns entspricht. Es gibt eine schöne Sequenz in einem Film über Frith, in der man sieht, wie er Material für ein abendliches Sologitarrenkonzert einkauft: Kordel, Erbsen, Vogelsand … Bezüglich John Cage wäre noch der Aspekt des Zen zu ergänzen, den er mit Ralf Thorn gemein hat.

Motive

Von dem Strich, der den Strich nach sich zog, gab es irgendwann eine Entwicklung hin zu dem, was man als ›Wendung zum Motiv‹ bezeichnen könnte. Statt Introspektion und spontaner Eingebung gab es nun Weltsicht und einen – wenn auch nicht kausalen – Abgleich der Zeichnung mit der Welt. Dabei bleibt aber noch genug Verortung im Akt des Zeichnens selbst, um nicht ingenieursmäßig zu werden. Das Gros dieser Motive liefert die Welt in Form von Bildern: Photographie, Postkarten, Zeitungsbildern oder Filmstills.



Stars and Stripes

Die Zeichnungen sind realistisch in dem Sinne, daß man die gezeichneten Bilder durch den spezifischen Blick Ralf Thorns erkennt, wenn man sie sieht, man erkennt sie als selber gesehen, wenn auch nicht konkret, so doch aus Erfahrung. Und wenn die Vorlagen aus einer Zeit vor der eigenen Zeit stammen – wie vielleicht Marlen und Mirella –, dann hat man sie in den Alben der Eltern gesehen. Die von dem Zeichner erfaßte Erkennbarkeit der Zeichnungen, diese unheimliche Vertrautheit, geht jedoch über die gewöhnliche Objektivität hinaus.

Hat man seine Bekanntschaft mit den Motiven bestätigt, dann fallen Unterschiede bei der Ausführung der Details auf, es ist eine andere Art der Genauigkeit, mit der hier gearbeitet wurde. Diese Unterschiede folgen keinem Plan, sind aber signifikant. Sie folgen auch keiner Richtung im Sinne der Lenkung einer Aufmerksamkeit, es liegt in dem Blick des Rezipienten, ob man die Brillanz der Ausführung von Mirams Gesicht goutieren, oder ob man sich fragen soll, was das Hinskizzierte in ihren Armen wohl für eine Kreatur sein mag (es ist ein Nashornjunges) und ob sie es überhaupt in ihren Armen hält. Bei Mirella erkennt man das skizzierte Wesen als Kätzchen (oder Käuzchen?), hier ist es aber die spezifische Art der Brillanz, mit der das Gesicht ausgeführt wurde, die verstört … oder die leichte, kaum merkliche Neigung des Kopfes des Mädchens auf dem mit Adolf betitelten Bild … oder die Melancholie des Jungen in dem komplett perfekt ausgeführten mit Anne-Marie betitelten Bild, die man bei dem Jungen des Julikalenderblattes aus dem Jahre 2017 auf ganz andere Art, quasi aus noch einer anderen Epoche, wiederfindet.


Es findet bei den Porträts zum Teil auch eine Dekontextualisierung statt, die die Zeichnungen enigmatisch macht, im Gegensatz zu der Serie mit dem japanischen Mädchen, wo der Kontext zum Protagonisten wird. Die Bekanntschaft wird durch solches Changieren hintergründig, aber nicht im Sinne einer Entlarvung. Ralf Thorn urteilt nicht über seine Objekte, wenn er sie zeichnet – außer natürlich: sie haben es verdient, verurteilt zu werden.

Zum Augenblicke dürft’ ich sagen …

Die Zeichnungen sind unter der Beachtung der aristotelischen Einheit von Raum und Zeit entstanden. Der Akt des Zeichnens geschieht im Modus der Momentaufnahme, und die Zeichnung selbst ist der Augenblick Goethes, der verweilt, weil er schön ist; und wenn er schön ist, was heißt: wenn Ralf Thorn seine Arbeit als gelungen betrachtet, dann wird dieser verewigte Augenblick geteilt.

Fenster #209

Sonntag, 7. Oktober 2018

Educación de príncipe

Die Söhne der Cronopien haßten ihre Väter, wobei Haß am Ende – nicht untypisch für Cortázar – synonym für Freiheit und Weltweite genommen wurde.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Dienstag, 2. Oktober 2018

Aus gegebenem Anlaß …

Ich hatte den passenden Traum zu dem Gedenktag (heute vor fünf Jahren) … Ich war das erste Mal wieder in Calpe und ging natürlich in die ›Tango Bar‹. Fast alles hatte sich dort verändert, man hatte mit Sperrholz gebaut und das Logo war nur noch ganz klein zu sehen, vorher hatte es mir besser gefallen, aber man würde sich daran gewöhnen. Ich war emotional so überwältigt, daß ich weinen mußte. Ich glaube, der Aspekt des temporären Aufenthalts dort mit der drohenden Brotarbeit am Ende des Aufenthalts war wieder präsent.

Sonntag, 30. September 2018

»Gedanken-Slapstick«

Hat es Sinn, daß es jeden Tag Nacht wird?

(Karl Valentin).

Samstag, 22. September 2018

Terapias & Lo particular y lo universal & Los exploradores

Eine Therapie wirkte qua Gegenübertragung auf den Therapeuten zurück.

*

Ein Cronopium ärgerte Famen, die es deswegen tadelten und vor allem wegen der Verschwendung tadelten, die zum Ärgern notwendig gewesen war.

*

Die Erforschung einer Höhle scheiterte am falschen Stullenbelag. Der Fame stellte die Aufgabe über die Bedürfnisse des Cronopium-Forschers.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Freitag, 14. September 2018

Sonntag, 9. September 2018

»Liebst du um Schönheit …«

Man kann nicht hinter jeder Schönheit eine Intrige des Feindes vermuten, sagte sich der Beobachter.

(Alexander Kluge, Das neue Denken der Bush-Administration und die Geophysik, 2. Das Delta der Lena; in: Geschichten vom Weltall / Primäre Unruhe / Wohin fliehen?; in: Die Lücke, die der Teufel läßt. Im Umfeld des neuen Jahrhunderts, Frankfurt am Main 2005, S. 377).

Samstag, 1. September 2018

Spindlersfeld (West)

Haga como si estuviera en casa

Die Willkommenswünsche auf einer Kachel am Haus einer Esperanze werden am Haus eines Cronopiums bis ins Absurde übertrieben, um dann der Wahrheit Raum zu geben, die die Unerwünschheit des Besuches artikuliert.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Maxime

Keine Situation darf uns vergessen lassen, daß die Kunst heiter ist.

(Bertolt Brecht, [Heiterkeit der Kunst]; in: Gesammelte Werke in 20 Bänden, hrsg. vom Suhrkamp Verlag in Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann, Frankfurt am Main 1967, Bd. 15: Schriften zum Theater 1, S. 120).

Freitag, 24. August 2018

Fenster #205

Fenster #204 (Spittelmarkt)

Su fe en las ciencias & Inconvenientes en los servicios públicos

Eine Esperanze betrieb empirische Studien à la Mendel, mußte aber, als die gewünschten Ergebnisse sich nicht einstellten, mit der Mengenlehre arbeiten.

*

Wieder wurde der Alltag sabotiert, diesmal durch den Gebrauch einer Fremdsprache im Rundfunk.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Samstag, 18. August 2018

Fenster #203

Eugenesia

Man erfuhr noch etwas Wichtiges über die Famen: sie waren Lüstlinge! Die Cronopien wollten sich aus schopenhauerischen Gründen nicht reproduzieren und ließen deshalb ihre Frauen von den Famen schwängern. Waren die Kinder da, wurden sie allerdings bald zu Cronopien.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

La cucharada estrecha & La foto salió movida

Über die Nichtbekömmlichkeit der Tugend.

*

Das Alltägliche funktioniert nicht mehr.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Freitag, 17. August 2018

Noch diesseits des Herbstes

»Zurück zu den Rohstoffen.«

»Großhirn hilft nicht, Stammhirn hilft nicht. Rückfall auf den Satz: ›Einen Ausweg gibt es immer‹ (Lenin).«

(Alexander Kluge, Typ des Entscheiders; in: Kann ein Gemeinwesen ICH sagen / Tschernobyl; in: Die Lücke, die der Teufel läßt. Im Umfeld des neuen Jahrhunderts, Frankfurt am Main 2005, S. 166).

Samstag, 21. Juli 2018

Samstag, 14. Juli 2018

Historia

Von drinnen nach draußen, dann wurde die wegen des Anlasses Unmöglichkeit dieser Bewegung erkannt.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Fenster #198 (St. Canisius)

Freitag, 6. Juli 2018

Filantropía & El canto de los cronopios

Die Famen waren mitleidig, ohne auf die Folgen ihres Mitleids zu schauen (sie perpetuierten das Leid), die Cronopien ignorierten das Leid ihrer Umwelt.

*

Die Cronopien vergaßen sich über ihrem Gesang und hatten ein wenig die Wirkung von Orpheus (sie sangen von nackt tanzenden Salomes und anderen netten Unschicklichkeiten). Die Famen wurden als gut bezeichnet und die Esperanzen als dämlich.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Samstag, 30. Juni 2018

Comercio

Die Famen betrieben eine Fabrik und ihre Cronopien-Arbeiter verbreiteten mit antikapitalistischem Handeln Chaos. Die Esperanzen erscheinen hier als Objekte.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Samstag, 23. Juni 2018

Pañuelos

In der Art von Brechts Geschichten vom Herrn Keuner: eine Dienstmagd machte ein reiches Cronopium auf seine Verschwendung aufmerksam und mußte dies mit Mehrarbeit büßen, wobei das Cronopium ihr zu verstehen gab, daß sie sich dies durch ihr Reden selber eingebrockt hatte.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Sonntag, 17. Juni 2018

Empirie, 13. Update

¡Hans Koberlin vive! in Daten (der Stand von heute):
  • Stand des Manuskripts:
    • Seiten: S. 1198 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 3621
  • Stand der Überarbeitung:
    • Seiten: S. 993 von ca. 1.800 Seiten
    • Fußnoten: 2933
    • Kapitel: XIII (= Zweites Intermezzo – oder: Die Hälfte der Zeit des Exils) von XXIV Kapiteln nebst einem Anhang
    • Tag der Überarbeitung: Freitag, der 7. März 2014, der 157. von 324 konkreten und von allen möglichen Tagen
  • Der Beginn der Handlung ist mit Analepsen der Montag, der 23. Oktober 4004 vor unserer Zeitrechnung, 9 Uhr vormittags,* ohne Analepsen mit dem Herbst 2012.
  • Das Ende der Handlung fällt mit den Prolepsen mit dem Ende der (oder bloß einer?) Welt zusammen, ohne Prolepsen mit dem Frühjahr 2015.
  • Beginn der Niederschrift: Mittwoch, den 2. Oktober 2013
  • Ende der Niederschrift: noch nicht abzusehen

* (= die Fußnote 5 auf S. 7) »Non in tempore sed cum tempore Deus creavit caela et terram.« (Augustinus). ‒ Nun: »In der Schiffsbibel von Charles Darwin auf der ›Beagle‹, mit der er von 1831 bis 1836 die Welt bereiste, stand das Datum der Weltschöpfung eingetragen: 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, 9 Uhr vormittags.« (Hans Blumenberg, Die Sorge geht über den Fluß, Frankfurt am Main 1987, S. 47). »L’ouvrage que j’ai entrepris aura la longueur d’une histoire«, hatte Balzac stolz in seinen Avant-Propos de La Comédie humaine postuliert.

Wird aktualisiert!

Montag, 11. Juni 2018

Am Wasser …

… am Nachmittag …
… und am Abend.

Sonntag, 10. Juni 2018

El almuerzo

Ein Cronopium erfand ein Lebensthermometer und lud einen Famen, eine Esperanze und einen Sprachlehrer ein, um diese mittels seiner Erfindung zu klassifizieren. Am Ende gingen die Gäste und der Tafel blieben die Knöchelchen des Todes zurück (es hatte Huhn gegeben).

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Gladstone Gander als König Midas. Eine Nacherzählung

Der notorische Glückspilz muß Pech haben, um bei einer Frau, die immer nur Pech hat und deswegen Glückspilze haßt, landen zu können, er muß also Pech haben, um Glück (in seiner höchsten Form) haben zu können. Aber das Pech, welches ihn mit Hilfe seines mit Pech erfahrenen Vetters Donald ereilt, stellt sich am Ende bloß als verzögerten Glück heraus. Gladstone Gander kann seinem Glück nicht entkommen.

Samstag, 2. Juni 2018

Relojes

Ein Fame behandelte seine Wanduhr mit großer Sorgfalt, während ein Cronopium eine Artischockenuhr installierte und nach deren nichtgenormten Zeit lebte.

(Julio Cortázar, Cuentos Completos, Historias de cronopios y de famas (1962), Historias de cronopios y de famas, II. Historias de cronopios y de famas).

Dienstag, 22. Mai 2018

Erfahre heute, daß am 11. Mai Gérard Genette verstorben ist

»Die sicherste, die spektakulärste und die unaufwendigste Form der ›Komplexität‹ ist natürlich der Widerspruch.«

(Gérard Genette, Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe, Reihe Aesthetica, hrsg. von Karl Heinz Bohrer, Frankfurt am Main 1993, S. 457).

Sonntag, 20. Mai 2018