Dienstag, 2. Februar 2016

Sonntag, der 2. Februar 2014


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Der Sonntag, der 2. Februar 2014, war, wie Hans Köberlin in drei Tagen von dem entsprechenden Blatt des dann erstandenen Zitatenkalenders erfahren sollte, der Geburtstag von James Joyce (*1882).* Das Blatt zitierte zu diesem Anlaß eine von einem Hans Köberlin unbekannten Fritz Senn ausgewählte Passage aus Finnegans Wake, die wir hier wiedergeben wollen …
All moan day, tears day,
wails day, shatter day till
the fear of the Law.
How good are you in
explosition? How farflung
is your folkloire and how
velktingeling your
volupkabulary?
»volupkabulary« gefiel Hans Köberlin natürlich, das Vokabular des sinnlich-fleischlichen Begehrens (nackt …) sollte sein Vokabular sein, handfest der Arsch und die Brüste, nicht so idealistisch wie bei Novalis … Gegen zehn Uhr erwachte er neben der noch schlafenden Frau in deren Bett in der Hauptstadt im Bezirk des Hauptmannes. Er konnte sich an drei Träume mit längeren Traumerlebnissen erinnern, in zweien davon ging es um selbstreferentielle Schleifen ähnlich der, die wir im nächsten Kapitel bezüglich Hans Köberlins Aktivitäten erwähnen, eines dieser Erlebnisse war an der Promenade seines Exils angesiedelt …


* Es gab zwei Filmkalenderblätter, das eine zeigte eine Hans Köberlin nicht bekannte Schauspielerin mit dem unmöglichen Namen Ossi Oswalda (*1897), das Hans Köberlin bloß aufgehoben hatte, weil sie in ihrer Unterwäsche lieblich anzusehen war, und John Hurt in Lynchs The Elephant Man, wie er verhüllt aber dennoch angestarrt von Bord eines Schiffes ging.

(aus: ¡Hans Koberlin vive!, Kapitel XI [Erstes Intermezzo – oder: Zäsur], 31. Januar bis 9. Februar 2014).

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